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Mundatmung bei Kindern · Erst die Ursache, dann die Therapie

Mein Kind schläft mit offenem Mund – ist das Mundatmung?

Ein Kind sollte in Ruhe überwiegend durch die Nase atmen. Bleibt der Mund häufig offen oder findet die Atmung regelmäßig über den Mund statt, lohnt sich die Frage nach dem Warum – nicht die sofortige Sorge.

Dahinter kann vieles stecken: anatomische Ursachen ebenso wie erlernte Gewohnheiten. Deshalb schauen wir zuerst genau hin, bevor wir etwas behandeln.

Mögliche anatomische Ursachen sind zum Beispiel vergrößerte Polypen, Mandeln oder geschwollene Nasenschleimhäute – es können aber auch erlernte oder andauernde funktionelle Muster sein. Deshalb schauen wir uns nicht nur den offenen Mund an, sondern Atmung, Mundschluss, Zungenruhelage, Schlucken und Kieferentwicklung im Zusammenhang.

Unser erster Schritt
Die Ursache klären, nicht das Symptom behandeln
Bei Bedarf
Zusammenarbeit mit HNO und weiteren Fachrichtungen
Unser Maßstab
Drei Anzeichen, keine lange Liste

Drei Anzeichen, auf die wir achten

Nicht zehn, sondern drei

Es gibt viele Merkmale, die im Zusammenhang mit Mundatmung genannt werden – von trockenen Lippen bis zur Gesichtsform. Die meisten davon sind zu unspezifisch, um allein eine Aussage zu treffen. Drei Beobachtungen sind es, die aus unserer Sicht eine genauere Abklärung rechtfertigen:

01

Offener Mund und unruhiger Schlaf

Ihr Kind schläft regelmäßig, nicht nur gelegentlich bei Erkältung, mit offenem Mund. Dazu kommen häufig Schnarchen, unruhiger Schlaf oder beobachtete Atempausen in der Nacht.

02

Anatomische Veränderungen des Gesichtsschädels

Gibt es Anzeichen, dass sich das Wachstum des Gesichtsschädels durch die Mundatmung verändert hat – etwa ein schmaler Kiefer, ein zurückweichendes Kinn oder ein verlängertes Gesicht?

03

Auch tagsüber eingeschränkte Nasenatmung

Der Mund steht auch in Ruhe tagsüber häufig offen, die Nasenatmung wirkt spürbar eingeschränkt.

Wie wir Mundatmung einordnen

Sorgfältig statt vorschnell

Wir schauen uns den Zusammenhang zwischen Mundatmung und Kieferentwicklung, Haltung oder Schlaf im Einzelfall an, statt ihn pauschal zu behaupten. Diese Zusammenhänge sind in der Forschung komplex und wirken oft in beide Richtungen.

Bei Hinweisen auf eine schlafbezogene Atmungsstörung klären wir zuerst die Atemwege ab. Myofunktionelle Therapie setzen wir dort ergänzend ein, wo sie sinnvoll ist – als Baustein, nicht als Ersatz für die Behandlung einer relevanten Verengung.

Erst klären, warum ein Kind durch den Mund atmet. Dann entscheiden, was zu tun ist.

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Ist das bei eurem Kind Mundatmung?

Im Elternratgeber erklären wir ausführlich, worauf ihr achten könnt – als kostenloser Download.